Digitale Transformation in Unternehmen

Juni 2021 – Viele Unternehmen sind unzufrieden mit ihrer eigenen digitalen Transformation. Nur ein Bruchteil der Firmen erreicht auch wirklich seine digitalen Ziele. Doch die Vorteile einer Transformation liegen klar auf der Hand, wie man am Digitalisierungsschub, ausgelöst durch die Corona-Krise, erkennen kann.

Das zeigen auch die aktuellen Ergebnisse der neuesten Studien zur digitalen Transformation in Unternehmen deutschlandweit. In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Einblick in die wichtigsten Studien zur aktuellen Lage, erläutern, welche Hemmnisse noch zu überwinden sind und zeigen, wie genau die Pandemie zum Aufschwung der Digitalisierung beigetragen hat.

1. Was ist digitale Transformation in Unternehmen?

Die digitale Transformation in Unternehmen ist ein Prozess ständiger Weiterentwicklung von Technologien und somit ein wichtiger Bestandteil der kommenden Jahre. Dies prägt nicht nur die deutsche Wirtschaft, sondern auch die gesamte Gesellschaft nachhaltig. Demzufolge erwarten Kunden mit der Zeit immer modernere Geschäftsmodelle, sodass Unternehmen ihre bestehenden Prozesse zwingend anpassen bzw. digitalisieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Große Vorreiter wie Amazon, Ebay oder Spotify machen es vor und erfüllen die immer neueren Bedürfnisse der Gesellschaft: Geschwindigkeit, Transparenz und Einfachheit.

Typischerweise findet der digitale Wandel auf zwei Ebenen statt – interne Prozesse und Kundeninteraktionen. So werden Begriffe wie künstliche Intelligenz, Robotik und Industrie 4.0 für Unternehmen nun immer relevanter.

Weitere wichtige Bereiche sind:

  • Cloud Computing

  • Digitale Plattformen (Social Media / Interne Netzwerke)

  • Big Data und Analytics

  • Internet of Things

  • u.v.m

Die Digitalisierung von Unternehmen bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Der Kontakt zu Kunden wird immer einfacher, kostengünstiger und individueller. Neue Kundengruppen und neue Umsatzquellen können erschlossen, Wertschöpfungsprozesse optimiert und die Unternehmensorganisation effizienter gestaltet werden.

Demzufolge verringern Firmen auf Dauer ihre Wettbewerbsfähigkeit, wenn sie die digitale Transformation im Unternehmen und die damit zusammenhängenden Umsatz- und Einsparungspotenziale ungenutzt lassen, womit sie letztendlich ein großes Risiko eingehen.

IT-Personalvermittlung

“Wichtig dabei ist, immer am Ball zu bleiben und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um ständig weiter zu wachsen. Die Flexibilität von Unternehmen ist heutzutage sehr gefragt” – Yunus Kimyonok, Gründer & Geschäftsführer

Zwar liegen die Vorteile klar auf der Hand, doch sind mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen mit ihrem eigenen Digitalisierungsgrad bisher nicht zufrieden gewesen (KPMG AG, 2019).

Unternehmen, die ihre Transformation nicht in Gang bringen, werden in nur ein paar Jahren von ihrer eigenen Konkurrenz abgehängt. Daher sollten sie sich dringend damit auseinandersetzen.

Das Problem dabei ist, dass in Deutschland immer noch zu wenig Unternehmen in eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie investieren, denn laut der Bain-Studie zur digitalen Transformation erreichten bisher nur 5% der Unternehmen ihre digitalen Ziele. So sieht man am Beispiel der digitalen Vorreiter deutlich, dass sich das Investieren in eine Transformation lohnt: Sie wachsen 50% schneller und sind somit auch wesentlich profitabler.

2. Digitalisierung von Unternehmen

Eine gewisse Grundaffinität zur Digitalisierung ist bereits vorhanden. Laut einer Bitkom-Befragung zur Digitalisierung 2021 sind bereits 95% der Unternehmen offen dafür. Mittlerweile fließen ganze 5,5% des Jahresumsatzes in die Digitalisierung von Unternehmen, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 12% bedeutet (Bitkom-Trendstudie, 2019).

Ganze 5,5% des Jahresumsatzes deutscher Unternehmen fließen in die Digitalisierung.

Zudem fand Bitkom heraus, dass Unternehmen vor allem in IT-Sicherheitslösungen, Datenanalysesoftware und eigene Onlineshops investieren. Aber auch Kollaborationstools, mobile Webseiten und Apps stehen ganz weit oben auf der Liste.

Schaubild der digitalen Transformation in 2021

3. Hemmnisse für die digitale Transformation in Unternehmen

Neben der Investition in neue Technologien und Informatik-Experten, ist auch der Blick auf weitere Aspekte des Unternehmensgeschehens wichtig. Die größte Hürde, um eine einheitliche Digitalisierungsstrategie in Unternehmen durchzusetzen, liegt vor allem in der nicht ausreichenden Qualifikation der Mitarbeiter.

Unternehmen sind meist nicht zufrieden mit der digitalen Qualifikation ihrer eigenen Mitarbeiter.

Darüber hinaus tragen wenig Zeit, ein großer Fachkräftemangel in der IT-Branche sowie fehlende Erfahrung in der Umsetzung dieser Strategien wesentlich dazu bei.

Hemmnisse bei der digitalen Transformation

Die Etventure-Studie von 2019 mit dem Namen “Die Zukunftsfähigkeit der deutschen Unternehmen” hat bekannt gegeben, dass ganze 73% der Unternehmen finden, dass ihre Mitarbeiter nicht ausreichend qualifiziert in digitalen Technologien sind.

Eine zu hohe Zahl, an der unbedingt gearbeitet werden muss”, sagt Yunus Kimyonok, CEO und Gründer von Platri IT, der selbst ausschließlich digital-affine Mitarbeiter beschäftigt. Viele Unternehmen sehen das sogar als größtes Hemmnis, um ihre eigene digitale Transformation voranzutreiben.

Um dem entgegenzuwirken, sind bereits ein Großteil (81%) der Unternehmen dabei, diese Kompetenz zu fördern.

Dennoch wird immer noch dringend ein einheitlicher Kulturwandel empfohlen, es brauche nämlich auch die positive Einstellung der Mitarbeiter. Denn: aus der Bitkom-Trendstudie geht hervor, dass nur die Hälfte der Belegschaft neue Technologien schnell akzeptiert bzw. annimmt.

IT-Personalvermittlung

“Je digitalisierter das Unternehmen, desto höher ist der Bedarf an technischen Lösungen und somit auch an IT-Fachpersonal. Der Mangel an IT-Fachkräften bremst die digitale Transformation in Unternehmen und somit auch die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von diesen.” – Samuel Schneider, IT-Personalexperte

Bitkom verzeichnete 2019 die Höchstzahl von 124.000 offenen Stellen, die durch die Corona-Krise wieder auf 86.000 gesunken ist. Dennoch sind die Zahlen immer noch viel zu hoch und daran muss deutschlandweit gearbeitet werden.

Vermittlung von IT Fachkräften bei Platri

Unternehmen sollten sich nicht nur auf die Technologisierung der Prozesse konzentrieren, sondern immer auch das gesamte Bild betrachten. Eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln und durchzusetzen ist nicht immer einfach, darum bietet es sich an, einen Experten ins Boot zu holen. So können diese mit einem objektiven Blick und jahrelanger Expertise die wichtigsten Dreh- und Angelpunkte erkannt werden, die ein Unternehmen benötigt, um sich erfolgreich zu digitalisieren.

4. Corona Pandemie & positive Auswirkungen

Die jährliche Erhebung des Digitalisierungsindex der Telekom von 2021 zeigt, dass die Corona-Krise bereits eine positive Auswirkung auf die Digitalisierung deutscher Unternehmen hatte. Dieser ist nämlich um ganze 2 Punkte (auf 58 von 100 möglichen Punkten) gestiegen.

Dadurch konnten die befragten Firmen ihren Umsatz um mindestens 38% steigern, große Unternehmen sogar um ganze 75%. Unternehmen, die vorher schon digital gut aufgestellt waren, sind somit viel widerstandsfähiger gegen Krisen und reagieren flexibler auf schwerwiegende Folgen. Demzufolge können diese Firmen schneller neue Geschäftsmodelle umsetzen.

Tabelle des Digitalisierungsindex der Telekom

Telekom (2021): Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021

Dennoch hat die Krise auch negative Spuren hinterlassen. Knapp die Hälfte der Firmen waren gezwungen ihr Geschäftsmodell, ihre Services oder Produkte während der Pandemie kurzfristig anzupassen, um zu überleben. Fast die Hälfte aller Betriebe einer Bitkom-Befragung ist sehr schlecht durch die Pandemie gekommen.

Digitale Technologien halfen jedoch 6 von 10 Unternehmen, die Pandemie gut zu bewältigen. Unternehmen, die bereits digital gut aufgestellt waren, sind leichter durch die Krise gekommen.

Eine Befragung der Telekom zeigt sogar: Viele Top-Digitalisierer sind zufrieden mit ihren Umsätzen. Aber auch die Sorge, dass sich die Heimarbeit negativ auf die Produktivität und Effizienz auswirken könnte, ist nicht eingetroffen. 86% der Unternehmen unterstreichen nämlich genau das Gegenteil.

Es wird deutlich, dass auch Unternehmer den Wert der Digitalisierung anerkennen, denn Investitionen in Technologien steigen trotz der Krise immer weiter. Waren es 2019 noch 78% der befragten Unternehmen der Bitkom Trendstudie, die offen für eine Transformation waren, sind es nun in der oben genannten Bitkom-Befragung 95% der Unternehmen wichtiger geworden.

5. Unser Fazit – So sieht Platri IT das:

Die Corona-Krise zeigte bereits deutlich, wie wichtig es ist, digital gut aufgestellt zu sein, um die Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu garantieren. Viele Unternehmen wollen nun auf den Zug aufspringen und ihr Geschäftsmodell wesentlich stärker digitalisieren.

Wir von Platri IT sehen das auch so und empfehlen daher, eine einheitliche Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, einen angemessenen Anteil des Jahresumsatzes in die digitale Transformation des Unternehmen zu investieren und auf neue Kundenbedürfnisse einzugehen.

  • Der Trend geht in die richtige Richtung: Unternehmen sind offen für eine Digitalisierung ihres Unternehmens und investieren bereits deutlich mehr.
  • Neben der mangelnden technologischen Weiterentwicklung sind noch weitere Hemmnisse zu beseitigen, bevor einheitlich transformiert werden kann.
  • Die COVID-19-Pandemie sorgt für einen positiven Aufschwung der digitalen Transformation. Unternehmen, die digital bereits gut aufgestellt waren, sind besser durch die Krise gekommen.

Sie haben noch Fragen oder Anregungen zum Artikel? Dann schreiben Sie uns doch gerne eine Mail an info@platri.de.

Artikel jetzt teilen

Digitale Transformation in Unternehmen